CMD

CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion, wenn der Kiefer nicht mehr rund läuft …

Was ist das eigentlich?
Als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet man die Fehlfunktion im Bereich zwischen Schädel (Cranium) und Kiefer (Mandibula = Unterkiefer). Betroffene haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, zumal die Schmerzen häufig nicht unmittelbar dem Kiefer zugeordnet werden können. Sie können in den Schulter und Nackenbereich ausstrahlen, zu starken Rücken- und/oder Kopfschmerzen führen, Geräusche in den Ohren oder ein Druckgefühl hinter den Augen erzeugen. Viele Patienten berichten auch von wiederkehrenden Schwindelgefühlen.

Wie entsteht diese Fehlfunktion?
Dazu muss man zunächst wissen, dass Kiefergelenk, Zähne, Zahnhalteapparate sowie die dazugehörigen Muskeln von Kiefer, Zunge, Rachen und Nacken zusammen einen extrem ausgeklügelten Teil des menschlichen Körpers bilden. Dieses System ist besonders aufeinander abgestimmt und arbeitet im Normalfall störungsfrei. Kleinste Veränderungen in diesem Zusammenspiel können jedoch zu Störungen führen, das System läuft nicht mehr „rund“. So entstehen Fehlbelastungen, die wiederum zu starken Schmerzen in den verschiedensten Regionen führen können. Die Ursachen hierfür sind vielfältiger Natur.


Die wichtigsten Ursachen für CMD:
• Zahnfehlstellungen
• falsch sitzender Zahnersatz oder zu hohe Zahnfüllungen
• nächtliches Zähneknirschen
• permanente Anspannung der Muskulatur durch dauerhaften Stress („Zähne zusammenbeißen“)
• falsche Körperhaltung
• Unfälle und Verletzungen


Wann ist eine Therapie sinnvoll?
Untersuchungen haben ergeben, dass zwischen 5 und 10 Prozent der deutschen Bevölkerung von CMD betroffen sind. Hierunter fallen jedoch auch viele harmlose Fälle, in denen die Patienten nicht unter ihren Beschwerden leiden und diese nach kurzer Zeit ohne weitere Behandlung wieder verschwinden. Wenn die Beschwerden jedoch so stark sind, dass sie zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen, sollte möglichst zeitnah mit einer gezielten Therapie begonnen werden.

Wie wird CMD behandelt?
Das primäre Ziel der Behandlung ist bei jedem Patienten eine möglichst schnelle Schmerzlinderung. Durch gezieltes Training und ein maßgeschneidertes physiotherapeutisches Behandlungskonzept können die typischen CMD-Beschwerden in den meisten Fällen erfolgreich gelindert werden. Dabei werden je nach Befund die Muskeln sowohl durch interne als auch durch externe Techniken entspannt und behandelt. Manchmal reicht es auch aus, das Kiefergelenk zu mobilisieren.

Interdisziplinäre Therapie
In enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Zahnärztinnen und Zahnärzten erarbeiten wir einen individuellen Behandlungsplan für den Patienten. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist nicht nur hilfreich, sondern ausdrücklich erwünscht. In Einzelfällen kann es auch sinnvoll sein, weitere Fachärztinnen und Fachärzte in die Therapie einzubeziehen. Gemeinsam mit dem Patienten arbeiten wir dann an unserem langfristigen Therapieziel: dem Erreichen einer dauerhaften Schmerzfreiheit. Denn eine gezielte Therapie kann nicht nur zur Linderung der Beschwerden führen, sondern Defizite im Kiefer komplett beheben.

Unsere Spezialistinnen für Ihren Kiefer:
Ein immer größerer Kreis unserer Patientinnen und Patienten klagt über Probleme im Bereich der Liefermuskulatur. Dies haben wir zum Anlass genommen, uns für diese spezielle Behandlung gezielt weiterzubilden.

In einem mehrstufigen Ausbildungskonzept haben sich Sonja Behrens, Linda Jürgens und Marlene Russo intensiv mit dem Thema CMD auseinandergesetzt. Alle drei Therapeutinnen verfügen zudem über jahrelange Erfahrung als Physiotherapeutin.

Die Therapiemaßnahmen für die Behandlung von CMD werden auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse individuell auf jeden Patienten zugeschnitten.

Sprechen Sie uns an, wir geben Ihnen gern weitere Informationen zum Thema CMD und der entsprechenden Therapie.

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